Stellwerkmuseum

museum_1Stellwerksmuseum
Bahnhof Witterschlick
www.bahnhof-witterschlick.com

Albert Söhngen
Nettekovener Str. 29, 53347 Alfter
(0228) 64 55 87

Stefan Ingenfeld

Pecher Hauptstraße 54, 53343 Wachtberg
(0160) 9742 9596

„Fahrt frei im Erlebnisbahnhof Witterschlick!“

 Stellwerksmuseum Witterschlick

Im Jahr 1880 wurde die Eisenbahnstrecke Bonn – Euskirchen zunächst ohne einen Bahnhof für Witterschlick erbaut. Nach langen und schwierigen Verhandlungen zwischen Gemeinde und königlich preußischer Eisenbahndirektion Cöln wurde schließlich im Jahr 1903 der Bahnhof an seinem heutigem Standort eröffnet. Er dient heute noch als Haltestelle der Regionalbahn.

Stellwerkmuseum Bahnhof Witterschlick

Das Gebäudeensemble – bestehend aus Empfangsgebäude und Güterhalle – ist ein typisches Beispiel einer kleinen dörflichen Bahnhofsanlage aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts.
Das Museum wird in privater Initiative von 2 aktiven Eisenbahnern aufgebaut und betrieben. Albert Söhngen ist Fahrdienstleiter bei DB Netz und seit 2004 Eigentümer des Empfangsgebäudes und sämtlicher Museumsanlagen. Das Gebäude steht seit 2001 unter Denkmalschutz und wurde liebevoll restauriert.

Stefan Ingenfeld ist Verwaltungskraft bei DB Regio und Eigentümer der Uniformen und Ausrüstungsgegenstände. Gemeinsam haben wir uns vorgenommen, allen Interessierten und Freunden der Eisenbahn ein funktionierendes Stellwerk mit kleiner Fahrkartenausgabe vorzustellen. Wir versetzen alles in einen Zustand, wie es in der Vergangenheit in Witterschlick gewesen sein könnte. Unser Anspruch ist es, möglichst detailgetreu und authentisch, das Leben in einer kleinen Dienststelle darzustellen. Als Vorbild dienen hier die 60er Jahre.

Modell Bahnhof WitterschlickUnser Museum ist ein lebendiges Anfass- und Ausprobiermuseum.
Die Stellwerksanlagen sind voll funktionsfähig und mit einer Modellbahn verbunden. Die Modellbahn simuliert im Maßstab H0 die fehlenden Außenanlagen und die Zugfahrten. Die Gäste dürfen sich die Handlungen im Stellwerk und die Auswirkungen auf der Modellbahn erklären lassen, oder selbst ausführen. Die Modellzüge fahren dann durch den Bahnhof und beeinflussen die Stellwerksanlagen wie früher in Wirklichkeit. Da heißt es schon mal: „ Bitte Vorsicht an Gleis 3. Ein Zug fährt ein“.

Zusätzlich zur Modellbahn und der Fahrkartenausgabe wurde der Arbeitsplatz des Fahrdienstleiters mit Unterlagen, Arbeitsgeräten, Telefonen und Signalmitteln ausgestattet. Mit den Fernsprechern wurden die einzelnen Stellen mit einer Kurbel „angeklingelt“. Die aktuelle Bahnzeit zeigt eine sogenannte Mutteruhr an. Sie war mit einem besonders präzisem Uhrwerk ausgestattet, und versorgte alle Uhren im Bahnhof mit der aktuellen Uhrzeit.

museum_4 Stellwerk Bahnhof Witterschlick

Bahnhof WitterschlickDas Eisenbahnpersonal erscheint in historischen Uniformen, die auf diesen Arbeitsplätzen getragen wurden. Um die verschiedenen Zeiten der Eisenbahngeschichte einfließen zu lassen, erscheint das diensthabende Personal in verschiedenen Uniformen. Darstellbar sind die Epochen Kaiserzeit, Weimarer Republik, Drittes Reich, Nachkriegszeit, 50er – 60er Jahre, 70er – 80er Jahre.

Außer den Initiatoren Söhngen und Ingenfeld nehmen weitere freiwillige Helfer ehrenamtlich teil, um das Bahnhofspersonal zu ergänzen. Unser Fundus lässt es zu, bis zu 30 Akteure mit Kleidung aus allen Epochen auszustatten.

An besonderen Tagen können wir damit die Helferzahl erhöhen und eine kleine eigene Musikergruppe mit 4 Blasinstrumenten spielt auf. Seit einigen Jahren ergänzen wir das Programm der Akteure um Zivilpersonen, die als Gattin oder Familienangehörige der Eisenbahner oder Fahrgäste
fungieren können.

Schalterpersonal beim Fahrscheinverkauf mit Beratung

Im ehemaligen Wartesaal finden Sie eine kleine Fahrkartenausgabe, die ehemals von den Fahrdienstleitern im vereinigten Dienst mit bedient wurde. Die Gäste können sich hier informieren, wie Fahrkarten und Fahrscheine berechnet und ausgestellt wurden. Am Schalter sind alte Pappfahrscheine erhältlich, die als Erinnerungskarten selbst gestempelt werden dürfen. Selbstverständlich sind hier die gleichen Maßstäbe üblich, was detailtreue der Ausstattung und Kleidung der Eisenbahner angeht.

Im Wartebereich der Fahrkartenausgabe wurde stilgerecht ein 1. Klasseabteil eines Triebwagens eingebaut und schafft nun eine Reiseatmosphäre der 50er Jahre.

Außerdem besitzen wir im Stellwerksbereich einen Monitor, auf dem wir verschiedene Beiträge zeigen können. Wir unterstützen die Stellwerksführungen durch selbst erstellte Beiträge. Außerdem zeigen wir einen kurzen Film, der die Vorgänge bis 2011 bei einer Zugfahrt festgehalten hat.

An bestimmten Sonntagen im Jahr während der Sommermonate ist Museumstag. Dann erleben die Besucher eine Vorführung der Stellwerkstechnik unter Mitwirkung der Modellzüge.

Da wir unser Projekt ehrenamtlich und aus privaten Mitteln finanzieren, sind wir auf ehrenamtliche Arbeit, Spenden und Sponsoren zur Unterstützung angewiesen.

Die feierliche Eröffnung fand am Donnerstag, 01.08.2013 und Sonntag, 04.08.2013 statt. An beiden Tagen boten wir unseren Gästen ein buntes Programm zur Unterhaltung und freuten uns über die Vielzahl der Eisenbahnfreunde.

Ein 1. Klasseabteil dient in der Fahrkartenausgabe als Wartebereich. Hier können die Gäste das Flair der guten alten Polsterklasse genießen.

Wir sehen eine nachgestellte Fahrscheinkontrolle aus den 70er Jahren.

Ob die Fahrkarte auch gültig ist?

Unsere zahlreichen ehrenamtliche Helfer unterstützen uns bei allen Aktivitäten und sorgen mit ihrem sympathischen Auftreten für eine „kundenfreundliche Atmosphäre“

 

museum_10„Fahrt frei im Erlebnisbahnhof Witterschlick!“

Dampflok der Baureihe 86 verlässt den Bahnhof Witterschlick mit Umbauwagen der 50er Jahre Richtung Kottenforst.

Der Eintritt in unser Museum und zu der Stellwerksführung ist frei.
An den Museumstagen bieten wir Kaffee und Kuchen sowie einen Sitzplatz zum Verweilen an.

 

Gerne beantwortet unser fachkundiges Personal Ihre Fragen rund um die Eisenbahn.

Am Andenkenstand verkaufen wir Eisenbahnartikel oder ein kleines Andenken an Ihren Besuch.

Albert Söhngen und Stefan Ingenfeld

Museumsbahnhof Witterschlick, Januar 2016